Futter

Rohfütterung - wirklich das Beste für den Hund?

BARF bedeutet Bone and Raw Feeding, eingedeutscht Biologisch-Artgerechte Rohfütterung.

Immer mehr Hundebesitzer greifen in letzter Zeit immer häufiger auf BARF zurück. Gründe dafür sind die genaue Kenntnis der Futterration und die längere Beschäftigungszeit, die die Hunde beim Fressen benötigen. Eine klassische BARF-Ration besteht aus 70% Fleisch, Innereien und Knochen und 30% Gemüse und Obst.

Es ist zur Gewohnheit geworden, dass die Futterrationen vor allem Pansen, Lunge, Leber, Schlund- und Kopffleisch incl. Luftröhre enthalten. Zusätzlich gibt man gerne Kräuter, Seealgen und verschiedene Öle in unterschiedlichen Konzentrationen dazu. Ebenso gibt es BARF-Fertigprodukte und BARF-Zusatzprodukte.

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Hilfe, mein Hund/meine Katze ist zu dick!

Ca. 25 – 40 % der Hunde und Katzen, die in die Praxis kommen sind viel zu dick! Man muss Übergewicht von Fettleibigkeit (Adipositas) unterscheiden. Unter Adipositas versteht man die exzessive Ansammlung von Körperfett, d.h. das Körpergewicht liegt mindestens 20% über dem Optimalgewicht.

Gesundheitliche Risiken von Adipositas

  • Bluthochdruck (schädigt auf Dauer v.a. Gefäße, Herz, Gehirn, Nieren, Augen)
  • Prädisposition für Zuckererkrankung
  • Narkosekomplikationen
  • Herz-/Kreislauferkrankungen, Atemprobleme (Beeinträchtigung der Lungenausdehnung)
  • Leistungsinsuffizienz/Hitzeintoleranz/Bewegungsintoleranz
  • Hepatische Lipidose mit Fettleber bei Katzen – kann lebensbedrohlich sein
  • Geringere Lebenserwartung
  • Prädisposition für bestimmte Erkrankungen: Bauchspeicheldrüsenentzündung, Harnabsatzstörungen v.a. bei der Katze, Inkontinenz v.a. kastrierte Hündin, Verstopfung, Fortpflanzungsprobleme, Hautprobleme (fettige Haut/Fell, eitrige Hautentzündungen), verminderte Immunfunktion
  • Orthopädische Erkrankungen, Bandscheibenerkrankungen
  • Gesäugetumoren (Adenokarzinome) und Übergangskarzinom der Blase

Beurteilung der Adipositas

Es ist nicht immer so leicht, das Übergewicht des eigenen Tieres zu erkennen, da es viele verschiedene Rassen, Größen und Figuren v.a. bei Hund, aber auch bei Katzen gibt. Aus diesen Gründen reicht es nicht aus, nur das Körpergewicht zu messen. Zum einen gibt es einige Methoden, die ganz genau den Fettanteil im Körper messen können, wie z.B. MRT, CT und die bioelektrische Impedanzanalyse – allerdings sind diese Verfahren nicht sehr praktikabel. Zum anderen gibt es aber auch eine Reihe anderer Beurteilungssysteme, die zu einer objektiven Einschätzung des Übergewichts in der Praxis eingesetzt werden können. Z.B. werden bei dem Körper-Konditions-Index einmal die Körperkonturen/Silhouette des Tieres beurteilt, zum anderen bestimmte Knochenpunkte und das innere Bauchfett durch Abtasten bestimmt. 15-25 % Fettanteil werden bei Hund und Katze als optimal angesehen.

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