Katze

Mein Tier wird alt! Sind es nur harmlose Altersbeschwerden?

Welcher Tierbesitzer kennt es nicht, das Tier wird älter. Die ersten Beschwerden fangen ganz langsam an und werden über die Zeit immer mehr. Wenn dann auch noch das Alter dazu passt, werden sämtliche Beschwerden darauf geschoben. Man findet sich damit ab. Aber ist das tatsächlich richtig?

Es kann durchaus normal sein, dass ein alter Hund langsam läuft, schlecht sieht oder schwer hört. Auch alte Katzen springen nicht mehr begeistert jedem Spielzeug hinterher. Doch man sollte als Tierbesitzer sehr aufmerksam sein, da sich hinter einem solchen Verhalten nicht selten auch Schmerzen und Krankheiten verstecken können.

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Hilfe, mein Hund/meine Katze ist zu dick!

Ca. 25 – 40 % der Hunde und Katzen, die in die Praxis kommen sind viel zu dick! Man muss Übergewicht von Fettleibigkeit (Adipositas) unterscheiden. Unter Adipositas versteht man die exzessive Ansammlung von Körperfett, d.h. das Körpergewicht liegt mindestens 20% über dem Optimalgewicht.

Gesundheitliche Risiken von Adipositas

  • Bluthochdruck (schädigt auf Dauer v.a. Gefäße, Herz, Gehirn, Nieren, Augen)
  • Prädisposition für Zuckererkrankung
  • Narkosekomplikationen
  • Herz-/Kreislauferkrankungen, Atemprobleme (Beeinträchtigung der Lungenausdehnung)
  • Leistungsinsuffizienz/Hitzeintoleranz/Bewegungsintoleranz
  • Hepatische Lipidose mit Fettleber bei Katzen – kann lebensbedrohlich sein
  • Geringere Lebenserwartung
  • Prädisposition für bestimmte Erkrankungen: Bauchspeicheldrüsenentzündung, Harnabsatzstörungen v.a. bei der Katze, Inkontinenz v.a. kastrierte Hündin, Verstopfung, Fortpflanzungsprobleme, Hautprobleme (fettige Haut/Fell, eitrige Hautentzündungen), verminderte Immunfunktion
  • Orthopädische Erkrankungen, Bandscheibenerkrankungen
  • Gesäugetumoren (Adenokarzinome) und Übergangskarzinom der Blase

Beurteilung der Adipositas

Es ist nicht immer so leicht, das Übergewicht des eigenen Tieres zu erkennen, da es viele verschiedene Rassen, Größen und Figuren v.a. bei Hund, aber auch bei Katzen gibt. Aus diesen Gründen reicht es nicht aus, nur das Körpergewicht zu messen. Zum einen gibt es einige Methoden, die ganz genau den Fettanteil im Körper messen können, wie z.B. MRT, CT und die bioelektrische Impedanzanalyse – allerdings sind diese Verfahren nicht sehr praktikabel. Zum anderen gibt es aber auch eine Reihe anderer Beurteilungssysteme, die zu einer objektiven Einschätzung des Übergewichts in der Praxis eingesetzt werden können. Z.B. werden bei dem Körper-Konditions-Index einmal die Körperkonturen/Silhouette des Tieres beurteilt, zum anderen bestimmte Knochenpunkte und das innere Bauchfett durch Abtasten bestimmt. 15-25 % Fettanteil werden bei Hund und Katze als optimal angesehen.

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